Nun, so ganz stimmt es nicht, dass es gegen die so gennante Lyme-Borreliose keine Impfung gibt - doch nur (zumindest vor einigen Jahren) in den USA und in Kanada. Der Grund: Da die Impfung nur vor der in den USA weit verbreiteten Borrelia burgdorferi sensu stricto (eine bestimmten Borrelienart) schützt, ist er gegen die in Europa deutlich heterogenen Borrelienarten unwirksam. Im Klartext wären Sie somit lediglich zu zehn Prozent (d.h. in zehn Prozent der Fälle) vor Borreliose geschützt (Quelle: lgl Bayern)
Um sich vor Borreliose zu schützen, kann man sicherlich ganz einfach zuhause bleiben... aber mal ehrlich, es lockt die schöne, weite Welt - gerade im Sommer. Auch, wenn die Gefahr, an Borreliose zu erkranken, weitaus größer ist als die einer FSME-Erkrankung, sollten Sie sich die Freude an der Natur nicht verderben lassen.
Die Zeit ist auf Ihrer Seite: Schließlich geht man davon aus, dass eine Übertragung in der Regel erst 12 Stunden nach dem Zeckenbiss, korrekt heißt es Zeckenstich, (häufig sogar weitaus später) erfolgt. (Quelle: Medizininfo.de) Wenn Sie sich also viel in der freien Natur aufhalten, suchen Sie sich, Ihren Partner und Ihre Kinder sorgfältig ab - im Zweifelsfall nach einigen Stunden ein zweites Mal.
Lange Kleidung, aber auch Zeckensprays, können heir zusätzlichen Schutz vor Zecken bieten. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie auch die Kleidung auf Zecken hin untersuchen oder ggf. direkt in die Wäsche geben.
Je nach Zeckenspay kann der Schutz gegen Zecken recht unterschiedlich sein - auch individuelle Unterschiede (d.h. von Mensch zu Mensch) können bestehen, z.B., wenn Sie zu vermehrter Transpiration neigen. Hier könnte es sinnvill sein, wenn Sie Ihre eng anliegende Kleidung mit einem Zeckenspray einsprühen (achten Sie in diesem Fall darauf, ob Ihre Kleidung dadurch nicht leidet oder ziehen Sie nicht unbedingt Ihre Lieblingshose an).
Für den Fall, dass diese Maßnahmen gegen Zecken eimal nichts geholfen haben, lässt sich die Borreliose gut behandeln - sofern sie denn frühzeitig richtig diagnostiziert wird (hierin besteht das eigentliche Problem für die Borreliose-Therapie). Doch auch im chronischen Verlauf ist eine Therapie möglich, wenn auch mit unterschiedlichem Erfolg.
Linktipps: